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Texte Expedition ins Gebiet Naryn (I) |
Windhund Taigan Rassestandard (1964 - 1996) Taigan
ist eine Windhundrasse von der Gruppe uralter, mittelasiatischer
Windhunde. Sie hat sich gebildet unter den klimatischen Bedingungen der
kirgisischen Landschaft und ihrer Gebirge. Sie hat sich verbreitet in den
Berggebieten Kirgisiens, überwiegend aber im Gebiet um den Tien-Schan.
Dadurch ist sie besonders gut geeignet für Arbeiten in zwei- bis
dreitausend Metern Höhe über dem Meer. Der Taigan hat folgende Arbeitsfähigkeiten
der Jagdhunde: Genügend
Beweglichkeit, scharfen Blick, Killerfähigkeit, starke Jagdschärfe,
guten Spürsinn, er arbeitet gut beim Wildspurverfolgen und ist geeignet
zum Dauerlauf während der Jagd. Der
Taigan eignet sich für die Jagd auf den Fuchs, das Murmeltier, den Dachs,
die Wildkatze und den Steppenfuchs. Er jagt gut auf sämtliche Huftiere. Ein Paar grosse, starke, gut miteinander arbeitende Taigane können den Wolf halten. Nicht selten benutzen die Jäger den Taigan zur gemeinsamen Jagd mit einem Steinadler. Für die Hasenjagd ist der Taigan nicht geeignet. Aussehen,
Konstitution, Charakter Der
Hund ist mittelgross und grösser. Die Wristhöhe bei Rüden beträgt
65-70 cm, bei den Hündinnen 60-65 cm. Rüden sowie Hündinnen sollen in
der Kreuzhöhe 1-2 cm weniger als die Wristhöhe haben. Die Länge soll
bei Rüden 105 cm und bei Hündinnen 107 cm betragen. Charaktertyp Ausgeglichen
und lebhaft. Der Hund verhält sich in der Wohnung ruhig, sogar
phlegmatisch. Beim Blick auf Wild reagiert er sehr aufgeregt. Allüren
bei der Jagd auf Wild - langsamer Trab, Gang oder Tritt, bei der
Wildverfolgung in voller Karriere. Mängel:
Falsches Format, grobe Körperformen, stumpfe Winkelungen der Läufe, zu
kurze Läufe, zu langes Format. Rüde
kleiner als 65 cm, Hündin kleiner als 60 cm. Fehler: Grobes, rohes Format, Wristhöhe bei Rüden weniger als 62 cm und bei Hündinnen weniger als 57 cm. Färbung Schwarz,
schwarz mit weissen Flecken (diese Färbung findet man öfter), rot, grau,
gewölkt (möglich in verschiedenen Farben), weiss und dunkle Farben können
zusammen mit weiss und Brand auftreten. Die Nase muss bei allen Farben
tief schwarz sein. Farbenfehler: Kaffeefärbung, Marmor und Flecken in verschiedenen Grössen. Fell Weich,
halblang, dicht, im Winter entwickelt sich Unterwolle, vorderer Teil des
Kopfes (Schnauze) kurzhaarig, an den Vorderläufen vorne in der Höhe des
Ellenbogens und am vorderen Teil der Hinterläufe vom Kniegelenk bis zur
Pfote kurz, Befederung der Vorderläufe lang, lockig bis kraus. Lang und
dicht auf dem hinteren Teil des Kopfes und Halses bis auf die Schultern
und Brust und bis zum Ellenbogen. Stark entwickelt auf Schenkeln,
Innenschenkeln, bedeckt den hinteren Teil der Hinterläufe (Befederung)
und Pfoten. An den Ohren sehr schön entwickeltes weiches, lockiges,
langes und dichtes Haarkleid, überdeckt die Ohren, das Haar ist länger
als die Ohren um 5-8 cm und manchmal auch mehr. Solche
Verteilung des Felles ist überaus charakteristisch für die Rasse Taigan.
Zwischen den Zehen starker Haarwuchs, bedeckt auch den Unterteil der
Pfote. Deckhaar
lang, lockig bis kraus. Mängel:
Nicht genug entwickeltes Haarkleid am ganzen Körper. Fehler: Schwach entwickeltes, kurzes Haarkleid, kurz entwickeltes oder fehlendes Haarkleid auf den Ohren. Haut,
Muskulatur, Knochenstruktur Feste,
aber elastische Haut, darf keine Falten haben, Muskulatur sehr gut
entwickelt, besonders an der Hinterhand und im Lendenbereich und Rücken.
Knochen sind stark, aber nicht schwer. Mängel:
Haut ist schlaff und hat Falten, nicht genügend entwickelte Muskulatur. Fehler: Sehr schwerer, grober Knochenbau, schlecht entwickelte Muskulatur. Kopf Länglich,
trocken, etwas massiv, beim Blick von oben keilförmig mit etwas breitem
Schädel. Scheitelkamm ist schwach entwickelt, Hinterhauptstachel ist
nicht stark entwickelt, Übergang von der Stirn zur Nase ist fliessend,
schwach entwickelt. Nasenrücken
gerade oder erkennbar ganz leicht gewölbt. Lefzen fest anliegend zum
Kiefer, ohne zu hängen und sich zu kräuseln. Mängel:
Rohe, grobe, überflüssig breite Stirn, scharfer Übergang von der Stirn
zur Nase. Scharfer Nasenrücken. Nicht richtige Proportionen von Nase zu
Schädel, zu stark entwickelter Hinterhauptstachel. Fehler: Kopf roh, grob, breitstirnig mit stark hervorstehenden Backenknochen. Alle oben genannten Mängel, wenn sie stark entwickelt sind, sind Fehler. Ohren Hängende,
dünne Ohren, ohne Falten abgerundet an den Enden, gut anliegend zum Kopf,
angesetzt an der Linie der Augen, Länge 12-14 cm, mit dichtem, gut
entwickeltem Behang. Mängel:
Zu niedrig oder zu hoch angesetzte Ohren, Falten, nicht eng anliegend zum
Kopf. Fehler: Ohren auf dem Knorpel. Augen Ziemlich
grosse, mandelförmige in der Schräglage braune oder dunkelbraune Augen,
egal bei welcher Fellfärbung des Hundes. Mängel:
Kleine Augen, leicht ins gelbliche gehender Farbton der Augen. Fehler:
Kleine und tiefsitzende Augen, runde oder vorstehende Augen, gerade
gestellte Augen, Augen mit dicken, hängenden Augenlidern. Zähne Starke,
grosse, weisse, dicht aneinander liegende Zähne; Scherengebiss. Mängel
und Fehler: Es sind die gleichen wie bei allen anderen
Jagdhunderassen. Hals Genügend
lang, hoch getragen, leicht angedrückt von beiden Seiten, trocken. Mängel:
Etwas kurz, nicht hoch getragen, leicht massiv. Fehler:
Kurz, schwer und roh, rund (im Querschnitt), tief getragen. Brust Breit,
Brusttiefe bis zum Ellenbogen, Brustkorb im Schnitt verengtes Oval. Alle
Rippen gut entwickelt. Mängel
und Fehler: (Wenig erkennbar = Mangel, erkennbar = Fehler) nicht genügend
entwickelt, eng, nicht genügende Brusttiefe, flache Brust. Widerrist:
Gut entwickelt, erkennbar. Rücken Leicht
nach oben wölbend oder gerade, breit und muskulös, hinter dem Widerrist
ist typisch die leicht kurze Wölbung nach unten. Mängel:
Schmal, nicht genügend muskulös, nicht genügend Rückenspannung. Fehler:
Durchhängender Rücken. Kreuz Gut
entwickelt, leicht gewölbt. Mängel:
Schlecht entwickelt, flach. Kruppe Breit,
lang, leicht abfallend. Die Breite zwischen den Beckenknochen beträgt 6-8
cm. Mängel:
Eng und kurz. Fehler:
Flaches Kreuz. Bauch Gut
eingezogen, aber ohne zu scharfe Kontur. Mängel:
Schwach eingezogen, zu scharfe Kontur. Vorderläufe Trocken,
knochig und muskulös, beim Blick von vorne: Gerade und parallel,
Ellenbogen leicht nach hinten gerichtet, Unterarm im Schnitt oval,
Mittelhand genügend lang, leicht gewinkelt oder senkrecht. Mängel:
Kurze Beine, steile Winkelungen, weiche Mittelhand. Fehler:
Steile Schulter und Ellenbogen nach innen oder aussen gedreht, Pfoten nach
innen, breiter Stand. Hinterläufe Beim
Blick von hinten: Gerade und parallel, beim Stehen etwas breiterer Stand
als die Vorderläufe und leicht nach hinten gezogen, mit langen
Unterschenkeln. Gut
entwickelte Winkelungen. Gut
proportionierte Gliedmassen im Verhältnis zueinander, trocken mit gut
entwickelter Muskulatur. Kniegelenk
gut entwickelt und scharf erkennbar, Mittelfuss lang, leicht gewinkelt
oder senkrecht. Mängel
oder Fehler: (Wenig erkennbar = Mangel, stark erkennbar = Fehler)
schmaler Stand, zu schwache Winkelungen der hinteren Gliedmassen, kurzer,
zu kurzer, stark gewinkelter oder zu gerader Mittelfuss, steifer Stand,
nicht genügend Muskulatur. Pfoten Oval
mit dicht zusammengezogenen Zehen, Zehen leicht gebogen, Krallenspitzen
zeigen gegen die Erde. Zwischen den Zehen Haarbewuchs. Mängel:
Leicht runde Pfoten mit nicht zusammengezogenen Zehen. Fehler:
Flache Pfoten mit gespreizten Zehen. Rute Nicht
dick und nicht lang. Säbelform, am Ende gebogen zum Kringel, der Kringel
öffnet sich nicht. Die Wirbel der letzten Hälfte der Rute sind
zusammengewachsen. Der Kringel darf nicht tiefer sein als das
Sprunggelenk. Normalerweise ist die Rute etwas höher getragen. Im
Ruhestand lässt der Hund die Rute herunterhängen, im Gang hält der Hund
die Rute in Höhe des Rückens oder etwas höher. Die Befederung der Rute
ist nicht zu stark entwickelt. Mängel:
Zu langer oder zu kurzer Schwanzkringel, leicht zur Seite oder
auseinandergebogen, zu stark oder zu schwach entwickelte Behaarung. Fehler:
Schwere Rute mit dichter Behaarung, das Ende der Rute seitwärts getragen.
Absolut ohne Kringel am Ende der Rute, zu hoch getragene Rute (über den Rücken).
Aus dem Russischen von Helena Buroh |
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